Gießen: Mehrere Schulen Opfer von Einbrüchen und rechtsextremen Parolen

2.09.25

| Wan

Symbolbild

Gießen. Im Bereich der Stadt kam es in den vergangenen Tagen zu mehreren Einbruchsdelikten und einer öffentlichen Äußerung extremistischer Inhalte.

Mehrere Schulen und ein Kindergarten wurden Ziel von Einbrüchen. Bei der Ricarda-Huch-Schule in der Dammstraße drangen unbekannte Täter in der vergangenen Nacht ein. Hierbei wurde ein Rollladen aufgehebelt und eine Fensterscheibe beschädigt. Nach dem Eindringen in das Gebäude wurden diverse Büros und Schränke durchsucht. Im weiteren Verlauf des Vorgehens wurde der Inhalt eines Feuerlöschers im Inneren des Gebäudes versprüht, was zur Aktivierung der Brandmeldeanlage führte. Der dadurch entstandene Sachschaden beläuft sich auf circa 25.000 Euro. Die Täter konnten unbemerkt entkommen. Der Vorfall wurde gegen 17:45 Uhr polizeilich bekannt.

Weitere Einbrüche im Stadtgebiet

Auch die Georg-Büchner-Schule in der Egerländer Straße wurde Opfer eines Einbruchs. Der Vorfall wurde gegen 19:50 Uhr der Polizei gemeldet. Die Eindringlinge versprühten Farbe in den Räumlichkeiten und entwendeten eine Kamera. Auch hier ist ein Schaden im vierstelligen Eurobereich entstanden. Zeugen beobachteten, wie drei Jugendliche aus Richtung der Schule flüchteten, bevor die Polizei eintraf.

Zwischen dem 28. und 29. August kam es ebenfalls zu Einbrüchen in einen Kindergarten in der Heinrich-Will-Straße und in die Käthe-Kollwitz-Schule im Spitzwegring. Bei dem Einbruch in den Kindergarten wurde Bargeld entwendet, der entstandene Schaden wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt. In der Käthe-Kollwitz-Schule entstand ein Schaden von circa 2.500 Euro.

Die Kriminalpolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen. Es wird geprüft, ob die Taten in einem Zusammenhang stehen. Zeugen, die Beobachtungen zu den Einbrüchen gemacht haben oder Hinweise zur Identität der Täter geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Volksverhetzende Äußerungen im Bahnhofsbereich

Am Freitag (29.08.) gegen 17:35 Uhr wurden im Bereich des Parkhauses am Bahnhof in der Lahnstraße volksverhetzende und rechtsextreme Parolen geäußert. Ein Zeuge informierte umgehend die Polizei. Die unbekannten Täter entfernten sich jedoch vor deren Eintreffen. Ein Beteiligter soll sich in einem Rollstuhl befunden haben. Auch in diesem Fall wurden Ermittlungen eingeleitet. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu den unbekannten Personen geben können, werden gebeten, sich an die Kriminalpolizei zu wenden.

Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.

Quelle: (ots)